Der Rand des Orizonts

Iain Sinclair
Der Rand des Orizonts
Auf den Spuren von John Clares «Reise aus Essex»

Iain Sinclair: Der Rand des Orizonts

1841 entflieht der Naturdichter John Clare aus der Nervenanstalt in Epping Forest und macht sich auf die Suche nach seiner verlorenen Liebe Mary Joyce, die zu diesem Zeitpunkt bereits seit drei Jahren tot ist. In einer besessenen Pilgerreise legt der verwirrte, vor Hunger und Sehnsucht getriebene Clare die 80 Meilen bis zu seinem Heimatdorf zu Fuss in nur vier Tagen zurück.

Rund 170 Jahre später wandert Iain Sinclair die Strecke nach. Es ist eine Reise durch das heutige England, die der Schriftsteller in seinem Buch beschreibt, die leidvolle «Reise aus Essex» John Clares in Gedanken mit im Gepäck.

Auf seiner Wanderung zeichnet Iain Sinclair ein sensibles Porträt von John Clare, auch wenn die Landschaft nur noch wenig mit dem in Clares‘ Gedichten gepriesenem Landleben der Romantik gemein hat.

«Der Rand des Orizonts» ist ein überraschendes und reiches Buch über zwei ungleiche Schriftsteller und deren Empfindungen für die Landschaft, die sie umgibt.

John Clare (1793 – 1864) war ein englischer Naturdichter und bekannt als einer der besten Beschreiber des Landlebens.

Iain Sinclair (geb. 1943) ist ein britischer Schriftsteller und Filmemacher. Er gilt als Hauptvertreter der Psychogeographie, einer zeitgenössischen Variante des modernen Flanierens.

Therese Heiniger

Matthes & Seitz Berlin, 2017
272 Seiten, gebunden
ISBN 978-3-95757-326-1

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