Die Orient-Mission des Leutnant Stern

Jakob Hein
Die Orient-Mission des Leutnant Stern

Jakob Hein: Die Orient-Mission des Leutnant Stern

Als 1914 der Krieg ausbricht, rechnen wenige mit einem mehrjährigen Gemetzel. Auch Leutnant Edgar Stern nicht. Dieser möchte den Krieg abkürzen, indem er eine Gruppe muslimischer Kriegsgefangener als Zirkus getarnt zum Sultan nach Konstantinopel schmuggelt und dort freilässt. Das Oberhaupt des Orients soll unter dem Jubel des Volkes den Dschihad ausrufen, um dem befreundeten Deutschen Reich zum schnellen Sieg zu verhelfen.

Klingt nach viel Fantasie, tatsächlich basiert das ganze Unterfangen aber auf einer wahren Begebenheit. Der Autor Jakob Hein wurde auf diese Geschichte im Rahmen einer Israelreise aufmerksam und packte sie in einen kurzweiligen Roman. Hein vermag ganz subtil mit Vorurteilen aufzuräumen und deren Absurdität in mancherlei Hinsicht aufzuzeigen. Trotz unserer Kenntnisse über den Ausgang des ersten Weltkriegs fiebern wir mit dem sympathischen Helden und anderen Figuren wie Tassaout mit, einem der Kriegsgefangenen, der sich danach sehnt, in seine Heimat zurückkehren zu können.

Wunderbar trocken und humorvoll wechselt der Autor für diese abenteuerliche Reise von Figur zu Figur und bietet damit einen spannenden und absurden Blickwinkel auf eine wahre Geschichte. 

Yannick Blumenthal

Galiani Berlin, 2018
256 Seiten, Gebunden
ISBN 978-3-86971-172-0

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