Leere Herzen

Juli Zeh
Leere Herzen

Juli Zeh: Leere Herzen

Zehs neuer und dystopischer Roman «Leere Herzen» spielt ungefähr im Jahre 2025. In Berlin hat sich die rechtspopulistische Bewegung, die Besorgte Bürger Bewegung BBB, politisch durchgesetzt. Doch den «guten Demokraten» und den meisten Deutschen ist die Politik egal. In diesem gesellschaftlichen Umfeld haben die Psychotherapeutin Britta und ihr Geschäftsfreund Babak eine kleine, aber sehr erfolgreiche Praxis mit dem Namen «Die Brücke» aufgezogen. Sie therapieren dort suizidgefährdete Menschen, die sie mit Algorithmen aus dem Internet und dem Darknet fischen. Die allermeisten Klienten werden therapiert und geheilt. Die Sterbewilligsten jedoch vermitteln sie an Organisationen, z.B. Umwelt- oder Tierschutzorganisationen, die einen Märtyrer für mediale Aufmerksamkeit benötigen. Für die Selbstmordattentäter-Vermittlung nehmen die zwei Terrordienstleister viel Geld, und sie haben keine Probleme damit. Die Anschläge laufen gut organisiert ab und die Opferzahlen bleiben tief.

Dieses Buch ist ein unheimliches Gedankenspiel, eine Warnung und politische Literatur zugleich.

Susanne Bühler

Luchterhand, 2017
352 Seiten, gebunden
ISBN 978-3-630-87523-1

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