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Grumbach, Detlef (Hrsg.): Kamalatta lesen

Christian Geisslers Roman »kamalatta. romantisches fragment« (1988) war in seiner politischen und literarischen Radikalität ein Ereignis. Auf der SWR-Bestenliste kam er auf Platz 3, in Hamburg wurde er mit dem Irmgard-Heilmann-Preis ausgezeichnet, der Autor absolvierte 29 Lesungen in den ersten drei Monaten. Während Teile der Linken den Roman mit Leidenschaft diskutierten, denunzierte Der Spiegel ihn als »das Buch eines Schriftstellers, der wie ein Sprecher der RAF auftritt«. Nach »Das Brot mit der Feile« und »Wird Zeit, dass wir leben« schloss Geissler mit »kamalatta« seine sogenannte »Trilogie des Widerstands« ab. Der 600-Seiten-Roman handelt von Menschen in den 70er/80er Jahren, die sich gegen die alltäglichen Bedrohungen einer Gesellschaftsordnung wehren, die auf Ausbeutung basiert. Seine Voraussetzungen sind die Lust und die Liebe zum Leben, in einer vielstimmigen Sprache erzählt er von Kämpfen, Niederlagen, kleinen Siegen und Glück. Er fordert Orientierung und Haltung in einer widersprüchlichen Realität ein. Die äußeren Anlässe dieser literarischen Tour de Force sind Geschichte, doch auch »zwanzig Jahre später hat das Buch erstaunlich wenig Patina angesetzt« (FAZ). Elf aktuelle Lesarten und Perspek tiven erkunden, worin die Faszination, Irritation und die Kraft liegen, die von diesem einzigartigen Roman noch immer ausgehen.
Artikelnummer: 978-3-95732-501-3
Fr. 34.90
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Autor Grumbach, Detlef (Hrsg.)
Verlag Verbrecher Verlag
Einband Kartonierter Einband (Kt)
Erscheinungsjahr 2021
Seitenangabe 248 S.
Meldetext Libri-Titel folgt in ca. 2 Arbeitstagen
Ausgabekennzeichen Deutsch
Masse H19.7 cm x B13.5 cm x D2.1 cm 294 g
Reihe lfb texte
Reihenbandnummer 16
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