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Schularick, Moritz: Der entzauberte Staat

In der Coronakrise hat sich der deutsche Staat selbst entzaubert. Moritz Schularick zeigt, was schief lief, und fragt nach den tieferen Ursachen. Denn dass der Staat in der Krise nur bedingt handlungsfähig war, ist kein Zufall. Deutschland muss aufhören, sich selbst im Weg zu stehen, wenn wir die existenziellen Herausforderungen bestehen wollen, die auf uns zukommen.


Noch im Frühjahr 2020 schien Deutschland die Pandemie vorbildlich zu bewältigen. Doch ein Jahr später war die Selbstzufriedenheit einem Erschrecken gewichen. Die deutsche Politik verlor sich in Detailregelungen und ließ strategischen Weitblick vermissen. Während andere Impfstoffproduktion und -verteilung entschlossen vorantrieben, schien Deutschland von einem unerklärlichen Phlegma befallen. Und während die USA und China ihre Wirtschaft pragmatisch und entschlossen ankurbelten, diskutierte man hierzulande schon wieder über die Schuldenbremse. Schaut man genauer hin, so zeigten sich die Probleme bereits in vorherigen Krisen, etwa der Finanzkrise und der Eurokrise. Wir haben einen großen Staat, der schwach und überfordert ist, wenn Entscheidungen gefällt werden müssen, für die es kein Regelbuch gibt. Wenn Schnelligkeit und Pragmatismus wichtiger sind als Gründlichkeit. Dafür brauchen wir Selbstvertrauen und die Einsicht, dass in Krisen Dinge notwendig werden, die in normalen Zeiten falsch sind.
Artikelnummer: 978-3-406-77782-0
Fr. 20.90
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Autor Schularick, Moritz
Verlag Beck, C H
Einband Kartonierter Einband (Kt)
Erscheinungsjahr 2021
Seitenangabe 140 S.
Meldetext Lieferbar in 48 Stunden
Ausgabekennzeichen Deutsch
Abbildungen Klappenbroschur
Masse H20.5 cm x B12.4 cm x D1.3 cm 187 g
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