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Thuram, Lilian: Das weiße Denken

»Man wird nicht als Weißer geboren, man wird dazu gemacht«: Das weiße Denken ist weit mehr als das Denken der Weißen. Weißsein als unsichtbare Norm strukturiert unsere Gesellschaft und unseren Alltag - weltweit. Es ist der blinde Fleck des Rassismus, und Lilian Thuram macht ihn sichtbar. Was bedeutet es, weiß zu sein? Der fru?here Fußballstar Thuram engagiert sich seit langem in der antirassistischen Bildungsarbeit. Anschaulich beschreibt er, wie die europäischen Gesellschaften die Kategorien Schwarz und weiß erfunden haben, um Ausbeutung zu rechtfertigen und ihre kapitalistische Wirtschaftsweise erst zu ermöglichen. In vielen Beispielen, auch aus seiner persönlichen Erfahrung, zeigt Thuram, wie diese Deutungsmuster funktionieren und wie sie allgemeingu?ltig werden konnten: Unser aller Universalismus ist das weiße Denken, nicht-weiße Menschen haben es gleichermaßen verinnerlicht. Thuram bezieht sich immer wieder auf postkoloniale Diskurse, auf Frantz Fanon und Aimé Césaire, James Baldwin und Maya Angelou, Toni Morrison und Achille Mbembe. Sein Buch ist ein zutiefst humanistischer Appell, eingeschliffene Denkmuster zu hinterfragen, um so das Fundament fu?r neue Solidaritäten zu legen. Nur dann können wir einander endlich wieder als Menschen begegnen - und die Krisen der Gegenwart gemeinsam bewältigen.
Artikelnummer: 978-3-96054-288-9
Fr. 32.65
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Autor Thuram, Lilian / Wend, Cornelia (Übers.)
Verlag Edition Nautilus
Einband Kartonierter Einband (Kt)
Erscheinungsjahr 2022
Seitenangabe 297 S.
Meldetext Libri-Titel folgt in ca. 2 Arbeitstagen
Ausgabekennzeichen Deutsch
Masse H20.3 cm x B12.3 cm x D2.8 cm 388 g
Reihe Nautilus Flugschrift
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