Alchemie – eine Bibliothek ist zu kaufen

11. März 2010 von UR

Johannes SpahrJohannes Spahr

Da gibt es ein feines Antiquariat in Bern das in einem wunderbaren Büchlein (Taschenbuchformat, gebunden) Bücher aus einer geschlossenen Bibliothek eines einfachen Handwerkers anbietet. Alchemie war die Leidenschaft des Emmentalers Johannes Spahr (1844 -1934), einem Heiler, der die Büchersammlung zum grössten Teil zusammentrug. Spahr hat die meisten der hier angebotenen Werke durchgearbeitet und viele mit Bleistift annotiert. Nicht verwunderlich ist, dass keine Werke in lateinischer Sprache von ihm angeschafft wurden. Sein Wissen und seine Bibliothek gab er an Hermann Jordi weiter, einem Wagenschmid, der Besitzer einer kleinen Werkstatt war und der homöopathische Heilmittel herstellte. Er belieferte über Jahre hinweg Apotheken in der Region. Er starb in den 70er Jahren.

Fragen Sie nach dem Katalog mit 127 Titeln direkt beim Antiquariat Daniel Thierstein.

Der Entscheid des Ständerats vom 2. März 2010

6. März 2010 von UR

Stönderatssaal Bern Wir fragen uns: Was ist ein gutes Preisbindungsgesetz?

Hier einige Sätze der Parlamentarier zum Buch und dem Buchpreis; mehr gibt es da:

(..) was machen Sie dann (Frau Bundesräti Leuthard), wenn Sie feststellen, dass die Zahl der kleinen Buchhandlungen trotz der Buchpreisbindung in den nächsten drei Jahren abnimmt?

(…) Ich habe nämlich gerne Bücher, ich freue mich an Büchern, ich habe Freude an hoher Qualität von Büchern. Aber das hier ist nicht der Weg, der führt nicht zum Ziel. Stähelin Philipp (CEg, TG)

Wir wollen ja gute Bücher, und wir wollen möglichst viele Bücher. Germann Hannes (V, SH):

Bücher sind nun einmal ein wichtiger Bestandteil der Kultur unseres Landes und vor allem seiner Vielsprachigkeit. Deshalb unterstütze ich die Buchpreisbindung. Ich denke, dass es vor allem für die Minderheitssprachen nicht unerheblich ist, ob wir diese Regelungen haben oder nicht. Sie sind wichtig für die Bildungseinrichtungen. Wir dürfen auf unsere weltbekannten Autoren stolz sein. Maissen Theo (CEg, GR)

Wenn (…) wir für die Buchlieferungen aus dem Ausland ebenfalls die innerschweizerische Buchpreisbindung verlangen, verstossen wir eindeutig gegen das Freihandelsabkommen, und zwar ist es kein leichter Verstoss, denn Bücher sind eines der wichtigen Güter im Handel zwischen der Schweiz und der Europäischen Union – mit einem erheblichen Handelsvolumen.
Frick Bruno (CEg, SZ)

…Wenn man Artikel 11 Litera a Ziffer 1 bis 4 liest, hat man den Eindruck, dass es hier um Bücher mit weissen Seiten geht, denn weder Verleger, noch Importeure, noch Zwischenbuchhändler, noch Buchhändler, die hier erwähnt sind, sind letztlich der Grund, dass es überhaupt Bücher gibt. Der Ursprung jedes Buches ist, dass jemand Gedanken hat, diese in Worte und Sätze fasst und sie niederschreibt. So steht schon im Johannes-Evangelium: “Am Anfang war das Wort.” Bei jedem Buch steht also zu Beginn, am Ursprung, der Schriftsteller, die Schriftstellerin, der Autor, die Autorin, und sonst gibt es eben kein Buch. Maissen Theo (CEg, GR)

Welches sind die Elefanten im schweizerischen Buchhandelszoo

26. Februar 2010 von UR

Elefanten

Die Fachzeitschrift Buchreport hat die Liste der grössten Buchhandlungen im deutschsprachigen Raum erstellt. Die Thalia Holding steht an der Spitze. Bei uns bieten Orell Füssli und Thalia ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Im deutschsprachigen Raum liegt OF bei Buchreport auf Platz 6 mit  84,8 Mio Euro Umsatz (Vorjahr: 80 Mio. Euro),

Lüthy + Stocker folgt  mit einem kleinen Umsatzrückgang auf Platz 11 (38,8  bzw. 39,6),

Ex Libris hat aufgeholt von Platz 24 auf Platz 16 (32,8 bzw. 26),

Huber & Lang hat zwei Plätze gutgemacht und kommt bei gleichgebliebenem Umsatz auf Platz 34 (17,5),

Bider & Tanner schliesslich finden wir auf Platz 47 (7,9 bzw. 7).

Hoch- und spekulativ gerechnet wäre die Münstergass-Buchhandlung etwa auf Platz 154.

Viele waren gekommen

23. Februar 2010 von UR

Peter Kamber Buchvernissage 1Peter Kamber Buchvernissage 2Peter Kamber Buchvernissage 3

Peter Kamber signiert

Viele kamen und lauschten der Lesung, die alle in ihren Bann zog.

Ein grosses Dankeschön an den Autor, der von Berlin angereist war und die Zeitzeugen, die sich an die Münstergasse begaben. Gefreut haben uns auch die vielen KundInnen, die sich in die Welt der Geheimdienste entführen liessen.

Bern, die Stadt der Spione

17. Februar 2010 von UR

Geschichte - Herrengasse 23Eine noble Adresse: An der Herrengasse 23 residierte von 1942–1945 der US-Geheimdienstchef Allan Dulles. (Adrian Moser)

Der Bund bespricht das neue, umfangreiche Buch Peter Kambers, «Geheime Agentin» , das die Spionagedrehscheibe Bern im Zweiten Weltkrieg minutiös erforscht.

Der Autor liest am Donnerstag, 18.02.2010 in der Münstergass-Buchhandlung. Ab 18 Uhr steht er für Gespräche zur Verfügung, die Lesung beginnt um 20 Uhr.

Wie oft wechselt Ihr die Schaufensterauslagen?

15. Februar 2010 von UR

ZB Vitrine Marti 1

In den Vitrinen der Zentralbibliothek wechseln wir die Auslage monatlich.

In der Münstergass-Buchhandlung gibt es Neues alle 14 bis 20 Tage zu sehen.

Wenn denn aber das Interesse sehr gross ist, sprich: das Fenster wirklich “läuft”, dann bleibt es auch länger.

Jetzt zum Beispiel geht es noch um die letzten 50% reduzierten Bücher, die noch diese Woche zu haben sind..,

Kurt Marti, Notizen und Details – Buchvernissage

10. Februar 2010 von UR

Kurt Marti Postkarte Münstergass-Buchhandlung

Jetzt sind sie erschienen, die gesammelten Notizen und Details, Kurt Martis Beiträge von 1964 bis 2007 in der Zeitschrift Reformatio.

Wir freuen uns auf die Buchvernissage im Stadtsaal des Kornhauses in Bern am Sonntag, 14. Februar 2010. Wir werden mit einem Büchertisch “riche” anwesend sein.