Wir fragen uns: Was ist ein gutes Preisbindungsgesetz?
Hier einige Sätze der Parlamentarier zum Buch und dem Buchpreis; mehr gibt es da:
(..) was machen Sie dann (Frau Bundesräti Leuthard), wenn Sie feststellen, dass die Zahl der kleinen Buchhandlungen trotz der Buchpreisbindung in den nächsten drei Jahren abnimmt?
(…) Ich habe nämlich gerne Bücher, ich freue mich an Büchern, ich habe Freude an hoher Qualität von Büchern. Aber das hier ist nicht der Weg, der führt nicht zum Ziel. Stähelin Philipp (CEg, TG)
Wir wollen ja gute Bücher, und wir wollen möglichst viele Bücher. Germann Hannes (V, SH):
Bücher sind nun einmal ein wichtiger Bestandteil der Kultur unseres Landes und vor allem seiner Vielsprachigkeit. Deshalb unterstütze ich die Buchpreisbindung. Ich denke, dass es vor allem für die Minderheitssprachen nicht unerheblich ist, ob wir diese Regelungen haben oder nicht. Sie sind wichtig für die Bildungseinrichtungen. Wir dürfen auf unsere weltbekannten Autoren stolz sein. Maissen Theo (CEg, GR)
Wenn (…) wir für die Buchlieferungen aus dem Ausland ebenfalls die innerschweizerische Buchpreisbindung verlangen, verstossen wir eindeutig gegen das Freihandelsabkommen, und zwar ist es kein leichter Verstoss, denn Bücher sind eines der wichtigen Güter im Handel zwischen der Schweiz und der Europäischen Union – mit einem erheblichen Handelsvolumen.
Frick Bruno (CEg, SZ)
…Wenn man Artikel 11 Litera a Ziffer 1 bis 4 liest, hat man den Eindruck, dass es hier um Bücher mit weissen Seiten geht, denn weder Verleger, noch Importeure, noch Zwischenbuchhändler, noch Buchhändler, die hier erwähnt sind, sind letztlich der Grund, dass es überhaupt Bücher gibt. Der Ursprung jedes Buches ist, dass jemand Gedanken hat, diese in Worte und Sätze fasst und sie niederschreibt. So steht schon im Johannes-Evangelium: “Am Anfang war das Wort.” Bei jedem Buch steht also zu Beginn, am Ursprung, der Schriftsteller, die Schriftstellerin, der Autor, die Autorin, und sonst gibt es eben kein Buch. Maissen Theo (CEg, GR)